Golf für Kinder
Die Lieblingsclubs der Pros in NRW - Die Öffentliche Kölner Golfsportanlage
Rhein Golf Magazin Nr. 24 Ausgabe 1/2011
"Alle Jahre wieder - inzwischen schon sieben Mal - präsentiert sich die öffentliche Anlage in Köln-Roggendorf zur PGA NRW Open in perfektem Zustand. Betreiber Andy Clark sieht es als eine Frage der Ehre. Und insgeheim hat er wohl auch seinen Spaß daran, den Vorurteilen einer öffentlichen Golfanlage zu trotzen. Denn immer wieder sind die Kollegen verblüfft, dass der Zustand des Platzes renommierten Clubs in keiner Weise nachsteht. Vielleicht fehlt es im Clubhaus-Bereich etwas an Luxus. Das wird von der freundlichen, sportiven Atmosphäre der Gastronomie allerdings mehr als wettgemacht: Miso Kursar und sein Team lesen den Professionals jeden Wunsch von den Lippen ab und kennen schon die Lieblingsspeisen der Teilnehmer aus dem Effeff. Selbst als "alter Hase" wie der PGA-NRW Ranglistenerste Richard Volding sind von Roggendorf immer wieder begeistert: "So gute Greens habe ich das Letzte Mal beim US Open Qualifying erlebt", schwärmte er kürzlich."
Termine 2011:
03. / 04. Oktober PGA NRW Open (Öffenliche Golfsportanlage Roggendorf)
Golf Report Köln
Stefan erhält Radio Köln-Herbstmütze!
Die Radio Köln-Herbstmütze wird jeden Tag an jemand anderem bei der Arbeit, von Radio Köln-Reporter Felix Wende überreicht.
Am Mittwoch 20. Oktober 2010 hatte unser Golflehrer Stefan Bunge die Mütze erhalten und musste Felix Wende das Golfen beibringen.
Presse
Kölner Stadt-Anzeiger 27. März 2010
Spielplatz der Generation Golf
Von Thorsten Moeck
ROGGENDORF -
Mit einer Lüge hat alles angefangen. Stephan Pauly (46) hat selbstbewusst mit Ja geantwortet, als der Platzwart damals von ihm und seinen Kumpels wissen wollte, ob sie Golf spielen könnten. Dann hatte er 20 Mark auf den Tresen gelegt und sein Glück mit den kleinen weißen Bällen versucht. Knapp 20 Jahre ist das her. „Jetzt ist Golf mein leidenschaftliches Hobby“, bekennt er. Mindestens viermal pro Woche fährt Pauly zum öffentlichen Golfplatz in Roggendorf und arbeitet an seinem Handicap.
Wie die meisten Golfer beginnt auch der Außendienstler aus Dormagen sein Training auf der Driving Range und jagt von einer quadratischen Kunstrasenmatte aus Dutzende Bälle auf eine Wiese. Alle paar Meter stehen Golfer, starren angestrengt auf den Ball vor ihren Füßen, holen aus und schlagen zu. Niemand spricht. Die Stille wird nur durch die klackenden Schlaggeräusche unterbrochen. Ein Mann mit dunklem Sporthemd und dreier Eisen schafft die Übung mit Zigarette im Mundwinkel. Als der Ball hinter der 100-Meter-Marke aufsetzt, füllt er seine Lunge zufrieden mit Zigarettenqualm.
An diesem Nachmittag sind fast alle Parkplätze vor dem Golfplatz belegt. So wie an den meisten schönen Tagen. Im vergangenen Jahr sind auf der Anlage 43 000 Runden Golf gespielt worden. „Viel mehr geht nicht. Wir könnten noch eine 9-Loch-Anlage bauen, so groß ist die Nachfrage“, sagt Geschäftsführer Andy Clark. Auf der Anlage der Kölner Sportstätten GmbH ist auch vom Golf-Klub Ford Köln beheimatet. Lange Zeit hatte sich der Klub eine Obergrenze von 400 Mitgliedern gesetzt. Als die Warteliste zu lang wurde, hatte der Verein ein Nachsehen. Mittlerweile haben knapp 700 Golfer einen Mitgliedsantrag unterschrieben. Mehr geht nicht.
Deutschlandweit sind rund 600 000 Golfer in Vereinen organisiert. Jedes Jahr kommen etwa 20 000 Sportler hinzu. „Der Trend ist ungebrochen. Obwohl der Sport sehr zeitintensiv ist, kommen auch viele junge Leute auf unsere Anlage“, sagt Clark. Der nächste öffentliche Golfplatz wird gerade in Widdersdorf gebaut. Doch Andy Clark hat keine Angst vor Konkurrenz. „Öffentliche Golfanlagen sind perfekt für den Einstieg in den Sport. Viele Sportler wollen irgendwann ohnehin mehr und melden sich in einem Klub an“, sagt er. Aufnahmegebühr muss in Roggendorf niemand zahlen. Die 18-Loch-Runde kostet 35 Euro.
Als Hans-Willi Fröhlich noch Fußballer war, hat er recht abfällig über den Golfsport gedacht. Zu nobel erschien ihm dieser Zeitvertreib, zu alt und elitär die Spieler. Als er die Rente durch hatte, schenkte ihm seine Frau plötzlich einen Golf-Gutschein. „Das war verrückt. Jetzt sollte ich auf einmal über die Wiese laufen und kleine Bälle suchen“, sagt Fröhlich. Inzwischen bezeichnet er Golf als „Sucht“.
Die typische Generation Golf ist in der Tat im Rentenalter. „Wem Tennis zu schnell wird, der wechselt zum Golf“, hat Andy Clark festgestellt. Der Engländer ist einer der wenigen Lehrer in Deutschland, die sich Master Professional nennen dürfen. Er spielt Golf seit er 16 ist, weil ihm die Verletzungsgefahr beim Rugby zu groß erschien.
In seiner Heimat, sagt er, gehört die Golfausrüstung in jede Wohnung. Deutschland ist Golf trotz der Erfolge von Bernhard Langer und Martin Kaymer kein Volkssport. „Viele Anfänger trauen sich nur in der Gruppe auf den Platz“, sagt Andy Clark.
Auch bei Stephan Pauly hat der Einzelsport als Gruppenerlebnis begonnen. Heute liegt sein Handicap bei 10. Ungelogen.

- Hans-Willi Fröhlich locht den Ball konzentriert ein. (Bild: Grönert)
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Bericht aus dem GOLFmagazin
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Rhein Golf Magazin 3/2006
21.06.2005
Öffentliches Golf: Top-Thema für Master-Professional Andrew Clark
Köln - "Über das Thema wird sehr viel gesprochen, und es wird sehr oft auch so getan, als würde in der Richtung bereits viel bewegt. Aber de facto gibt es in Deutschland noch immer keinen richtigen vollwertigen öffentlichen Golfplatz." Zu diesem Schluss kommt Andrew Clark, Mitglied der PGA of Germany und seit zehn Jahren Betreiber der öffentlichen Golfanlage Köln-Roggendorf. Der 18-Löcher-Platz, der von der Stadt gebaut wurde, führt das Prädikat "öffentlich" im Namen und läuft seit seiner Eröffnung im Jahr 1995 sehr erfolgreich. Das ist auch der Grund, weshalb sich immer wieder auch andere Kommunen für das Modell interessieren. "Ich werde oft gefragt, wie wir diese öffentliche Anlage zum Erfolg gebracht haben", so Clark. "So entstand die Idee, unser eigenes Modell einmal genau zu analysieren und die Dinge detailliert aufzuschreiben, die gut sind, und auch die, welche man besser machen kann." Das tat Clark dann im Rahmen seiner Master-Arbeit zum Thema "Öffentliches Golf in Deutschland". Die Untersuchung brachte ihm den Titel eines Master-Professionals der PGA of Germany ein. Er ist damit das sechste Mitglied der PGA of Germany, das diesen Titel tragen darf.
Wie Clarks Recherchen in der Saison 2004 ergaben, gibt es noch immer kaum Anlagen, auf denen die Besucher das klassische Pay & Play exerzieren können. "Die Betreiber verlangen oft die Platzreife oder wollen, dass man eine spezielle Platzreife auf ihrer Anlage macht, bevor man auf den großen Platz darf. Das aber ist nicht das klassische öffentliche Golf, bei dem man bezahlt und dann einfach spielen kann." Selbst in Köln-Roggendorf gibt es diese Option nur zu bestimmten Rand-Zeiten am Dienstag und am Donnerstag. Dann kostet die Runde 24 Euro und spielen darf, wer bezahlt.
Clark hat zwei Ursachen dafür gefunden, weshalb Public Golf noch immer ein Stiefkind in Deutschland ist: Zum einen sind viele der öffentlichen Plätze nur Kurzplätze mit maximal sechs Löchern, die in große Clubs oder Resorts integriert sind. "Da ist die Hemmschwelle für jemanden, der einfach mal ausprobieren will, sehr groß." Auch ist eine 6 Löcher Par 3-Anlage kein vollwertiger öffentlicher Platz, denn es ist eben doch ein großer Unterschied, ob man auf einem Championship-Course einfach mal loslegen darf oder die Versuche auf sechs Par 3-Löcher beschränkt sind. Zweite Ursache: Die Anlagen sind meist von geübten Spielern so gut gebucht, dass die Clubs gar keine Möglichkeit und schon gar keine Notwendigkeit sehen, plötzlich zwischen zwei Vierer-Flights mit Stammkunden absolute Anfänger auf den Platz zu lassen. Eine Erfahrung, die auch für Köln-Roggendorf gilt. Auch deshalb gibt es bei den wenigen Anlagen, die Pay & Play praktizieren, nur bestimmte Zeitfenster, in denen die Novizen starten dürfen.
Clubs wie in Großbritannien oder den USA, wo selbst ein US Open-Platz wie Bethpage State Park, ein 18-Löcher-Championship-Monster auf Long Island, gespielt werden kann, ohne vorher Fertigkeiten nachzuweisen, gibt es nach Clarks Erfahrung in Deutschland keine. "Ich habe in meiner Analyse den Ist-Zustand in Deutschland dokumentiert, dann aufgearbeitet, was wir in Köln gemacht haben, und welche Fehler wir dabei gemacht haben. Und schließlich habe ich ein Ideal-Modell entworfen, wie es sein sollte." Denn dass es durchaus für alle Beteiligten ein Gewinn sein kann, Interessenten einfach mal "losspielen und draufhauen zu lassen", das ist eine Erfahrung, die Clark in Köln jede Woche macht. "Wir sehen immer wieder, dass die Leute begeistert sind, wenn sie einfach mal eine Runde spielen können. Dann kommen sie mit 140 Schlägen zurück und sehen, dass sie etwas tun müssen - und buchen gerne beim Professional Unterricht!" Das habe sich als wirkungsvoller erwiesen, als den Interessenten zunächst zu einer Platzreife zu zwingen, bevor er überhaupt eine erste Chance bekommt, die Faszination Golf auf dem Platz zu erahnen. Clark: "Es ist immer besser, wenn die Leute freiwillig zu uns kommen und gerne Unterricht nehmen, weil sie sehen, dass es ohne einfach nicht geht!"
"Andrew Clark hat in seiner Master-Arbeit eindrucksvoll gezeigt, dass für das Thema öffentliches Golf in Deutschland noch erheblicher Nachholbedarf besteht und es noch ein deutliches Entwicklungspotenzial gibt. Und er hat auch belegt, dass eine öffentliche Anlage sehr wohl profitabel betrieben werden kann", so Ines Halmburger, Geschäftsführerin der Aus- und Fortbildungs GmbH der PGA of Germany, bei der Clark seine Master-Arbeit eingereicht hatte. Die 51-seitige Untersuchung zeige, dass auch die Kommunen dazu beitragen können, den Golfsport in Deutschland weiter zu entwickeln, und dass sie mit einer richtig geführten öffentlichen Anlage auch Gewinn erwirtschaften können. Halmburger: "Eine weitere wichtige Erkenntnis der Arbeit ist, dass auch Pay & Play-Anlagen, bei denen ein kompletter 18 Löcher-Golfplatz schlicht gegen Gebühr gespielt werden kann, zuverlässig das Unterrichtsaufkommen der dort beschäftigten Professionals erhöhen. Denn die Spieler sind schnell von der Faszination des Golfsports gepackt - und wollen besser werden. Und das geht nun mal am zuverlässigsten mit Hilfe eines PGA Professionals." Auch das ein Grund, weshalb Andrew Clarks Arbeit als richtungweisend für die Entwicklung des Golfsports in Deutschland angesehen und deshalb mit dem Master-Titel belohnt wurde.
Der 42-jährige Master-Professional stammt ursprünglich aus Leeds in England, lebt und arbeitet aber bereits seit 23 Jahren als Golf Professional in Deutschland. Seit zehn Jahren betreibt er die Golfanlage in Köln-Roggendorf. Den Titel eines Master-Professionals der PGA of Germany führen derzeit neben Clark fünf weitere Professionals: Peter Koenig (GC Main-Taunus), Christoph Kilian (GC Landshut), Martin Höcker (Münchener GC Straßlach), Manfred Knauss (Golf-Resort Bad Griesbach) und Bradley Thompson (The Golf Factory).
Rhein Golf Magazin 3/2006

















